Baugebiet

Bauabschnitte

Das gesamte Wohnentwicklungsgebiet umfasst, aufgeteilt in drei Bauabschnitte, rund 420 Einzelbaugrundstücke. Im ersten Bauabschnitt, der in zwei zeitlich nacheinander zu realisierenden Unterabschnitte 1a und 1b unterteilt ist, sind insgesamt rund 140 Einzelbaugrundstücke enthalten; davon im Bauabschnitt 1a rund 120 Stück (nebenstehend rot dargestellt). Mit dem nächsten Bauabschnitt wird erst begonnen werden, wenn im vorherigen mind. 65% der Grundstücke veräußert worden sind.

Lage und Größe der Bauplätze

Die Baugrundstücke sind ausschließlich nach Osten, Süden und Westen ausgerichtet. Nordgrundstücke gibt es nicht. Die Grundstücksgröße schwankt zwischen 400 und 600 qm. Die Plankonzeption orientiert sich an der vorhandenen Bebauung in den Baugebieten "Im Kendel". Allerdings sind jetzt deutlich größere Grundstückszuschnitte geplant.

Bebaubarkeit

Vorgesehen ist überwiegend eine Einzelhausbebauung und im unteren Teilbereich alternativ hierzu eine Doppelhausbebauungsmöglichkeit. Mehrgeschossiger Wohnungsbau ist ausgeschlossen und soll bestenfalls im dritten Bauabschnitt bei Bedarf zugelassen werden. Möglich ist eine 1,5-geschossige Bebauung, wobei das Dachgeschoß zum Vollgeschoß ausgebaut werden darf. Die max. zulässige Drempelhöhe beträgt 1,20m beim Sattel- und Walmdach und 1,80m beim Pultdach. Es sind max. 2 Wohneinheiten pro Wohngebäude zulässig. Pro Wohnung müssen 2 Stellplätze auf dem Baugrundstück selbst nachgewiesen werden.

Gestaltung des Baugebiets

Die Planung geht von dem Leitsatz aus, dem Einzelnen einen möglichst großen Freiraum bei der Gestaltung seines eigenen Heimes zu gewähren. Bei der Drempelhöhe, Dachneigung, Gebäude- und Dachgestaltung, Dachaufbauten etc. ist deshalb ein weiter Spielraum eingeräumt worden. Demgegenüber wurden die zulässigen Gebäudehöhen, gemessen talseitig in der Gebäudemitte vom First bis zum gewachsenen anschließenden Gelände, mit 10,50m eher restriktiv festgesetzt. Die Höhenabwicklung soll sich eng an die vorhandene exponierte Geländeformation gestalterisch anpassen. Zudem soll der Bauherr bei seiner Planung die auf den Nachbargrundstücken möglichen baulichen Anlagen möglichst verlässlich einschätzen und bei seiner eigenen Planung berücksichtigen können.

Straßenraum

Bei der Erschließungsplanung wurden die Vorgaben der Topographie aufgenommen. Die Planung stellt neben der zentralen Haupterschließungsachse, die im Trennsystem mit beidseitigen selbstständigen Bürgersteigen mit insgesamt 9,00m Gesamtbreite ausgebaut werden soll, im wesentlichen auf ein Sackgassensystem mit kommunikativen großen Wohnhofanlagen ab. Auf diese Erschließungsstraßen wird die Aufenthaltsfunktion durch Verkehrsmischnutzung (Ausgestaltung ohne eigenständige Bürgersteige) betont. Die Straßenführung erfolgt weitgehend parallel zur vorhandenen Topographie. Die Breite der Verkehrsmischflächen beträgt durchgängig 6,00m.

Ruhender Verkehr

Die für Verkehrsmischflächen relativ große Dimensionierung wurde gewählt, um auch für den parkenden Verkehr in diesen Straßen genügend Raum vorweisen zu können. Auf eine besondere Ausschilderung oder Anlage von Parkbuchten wurde dagegen verzichtet. Durch diese Lösung wird potentiell der meiste Parkraum im öffentlichen Verkehrsraum für die Anlieger tatsächlich ermöglicht. Um das gesamte Plangebiet sind neue Wirtschaftswegeführungen in einer Gesamtbreite von jeweils 4,50m angeordnet. Damit wird sichergestellt, dass auch nach vollzogener Bebauung alle angrenzenden landwirtschaftlichen Parzellen über öffentliche Wege erreicht werden können.

Quelle: Auszug aus Begründung zum Bebauungsplan, Angaben ohne Gewähr, maßgebend für die Bebauung sind die textl. Festsetzungen